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Urteil Andreas †

Andreas Urteil (*19. Jänner 1933, Gakovo/ehem. Jugoslawien; † 13. Juni 1963, Wien) war ein österreichischer Bildhauer und Zeichner. Nach seiner Flucht nach Wien absolvierte er von 1948 bis 1951 eine Steinmetzlehre und besuchte die Künstlerische Volkshochschule. Ab 1951 studierte er Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien, wurde Meisterschüler von Fritz Wotruba und wirkte ab 1961 als Lehrbeauftragter für Steinbildhauerei an dessen Meisterschule.

Sein Werk umfasst Skulpturen, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafik. Ausgehend von Stein, Bronze, Holz und Stampfbeton entwickelte Urteil eine eigenständige Formensprache zwischen figürlicher Verdichtung und abstrakter Konstruktion. Besonders bekannt sind seine „Knorpelfiguren“ und imaginären Figurationen, in denen der menschliche Körper in bewegte, organische und zugleich architektonisch klare Formen übersetzt wird.

Urteil zählt zu den wichtigen Bildhauerpositionen der österreichischen Kunst der 1950er- und frühen 1960er-Jahre. Er stellte unter anderem in der Wiener Secession, im Museum des 20. Jahrhunderts, in Brüssel, Berlin und Paris aus; posthum wurden Werke auf der documenta III gezeigt. 1962 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Bildhauerei. Arbeiten befinden sich unter anderem in der Albertina, im Belvedere, in der Artothek des Bundes, der OeNB und der Sammlung Essl.
Weitere Informationen unter wikipedia.org/wiki/Andreas

© richardluerzer.at

Urteil Andreas †

Figur mit ausgestrecktem Arm

1962

Siebdruck auf Papier, Reproduktion, keine Nummerierung (Aufdruck rückseitig „Handserigrafie Putz“)

70 x 50 cm

Signatur „Urteil 62“

Auktion: Charity-Kunstauktion zugunsten des Wiener Tierschutzvereins