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Petrik Rudolf †

Rudolf Petrik (*1922, Wien; † 1991) war ein österreichischer Maler, Grafiker und Schriftsteller. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Robin Christian Andersen und Herbert Boeckl beziehungsweise Josef Dobrowsky und gehörte seit 1953 der Wiener Secession an. Neben seiner bildnerischen Tätigkeit trat er ab den frühen 1960er-Jahren auch als Autor hervor und stand in engem Austausch mit bedeutenden Persönlichkeiten der österreichischen Literatur, darunter Ernst Jandl und Friederike Mayröcker.

Sein künstlerisches Werk umfasst Malerei, Aquarell, Gouache, Grafik und experimentelle Schriftbilder. Während frühe Arbeiten vor allem Landschaften, Stadtansichten, Porträts und gegenständliche Kompositionen zeigen, entwickelte Petrik ab den 1950er- und 1960er-Jahren zunehmend abstrakte und konstruktive Bildformen. Charakteristisch sind geometrische Kompositionen, Farbfeldarbeiten und sogenannte Schriftbilder, in denen Sprache, Zeichen und bildnerische Struktur miteinander verschmelzen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen lyrischer Abstraktion, informellen Tendenzen und einer eigenständigen Verbindung von Bild und Text.

Seit den 1950er-Jahren war Rudolf Petrik in Ausstellungen der Wiener Secession sowie in zahlreichen österreichischen Galerien vertreten. Werke des Künstlers befinden sich unter anderem in der Artothek des Bundes und in privaten Sammlungen. Sein Nachlass wird bis heute in Ausstellungen, Auktionen und kunsthistorischen Publikationen aufgearbeitet. Als Künstler und Schriftsteller zählt Petrik zu den eigenständigen Positionen der österreichischen Nachkriegskunst, deren Werk sich durch die enge Verbindung von visueller und sprachlicher Ausdrucksform auszeichnet.

© richardluerzer.at

Petrik Rudolf †

Frauenportrait

1950

Öl auf Papier

60 x 44 cm

Gerahmt mit Passepartout, 84,5 x 64,5 cm, signiert

Auktion: Kunst hilft. Auktion für die St. Elisabeth-Stiftung