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Lehmden Anton †

Anton Lehmden (*1929, Nitra/Slowakei; †2018, Wien) war ein österreichischer Maler, Grafiker und Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Nach seiner Flucht nach Wien studierte er ab 1945 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Albert Paris Gütersloh. Bereits ab 1948 nahm er an Ausstellungen des Art Club teil und entwickelte sich zu einer der prägenden Persönlichkeiten der österreichischen Nachkriegskunst. Von 1971 bis 1997 war er Professor an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Seine Arbeiten bewegten sich zwischen phantastischem Realismus, Landschaftsmalerei und visionärer Symbolik. Charakteristisch waren monumentale Landschaften, eruptive Naturdarstellungen, archaische Architekturformen und apokalyptische Bildwelten, die von Kriegserfahrungen, Mythologie und antiken Kulturen geprägt waren. Inspiriert von chinesischer Landschaftsmalerei sowie Reisen nach Italien, Istanbul und Ägypten entwickelte Lehmden eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Traum, Geschichte und kosmischer Vision. Zu seinen bekanntesten Werken zählt die monumentale Gestaltung der Wiener U-Bahn-Station Volkstheater.

Seit den 1950er-Jahren wurden seine Arbeiten international in Museen, Biennalen und großen Ausstellungshäusern präsentiert, darunter bei der Biennale von Venedig, der Biennale São Paulo, im Belvedere Wien, im Essl Museum sowie in Ausstellungen in Paris, Tokio, Rom und Istanbul. Ab 1966 lebte und arbeitete Anton Lehmden im Schloss Deutschkreutz im Burgenland, das er restaurierte und zu einem kulturellen Zentrum ausbaute.
Weitere Informationen unter
www.antonlehmden.at

© richardluerzer.at

Lehmden Anton †

Möwe und Fisch

1972

Original-Radierung auf Euroart-Papier mit Prägestempel

40 x 29,5 cm (Blattmaß 64,5 x 48,5 cm)

In der Platte signiert

Auktion: Auktion St. Elisabeth-Stiftung 2025