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Kokoschka Oskar †

Oskar Kokoschka (*1886, Pöchlarn, Niederösterreich; †1980, Montreux/Villeneuve, Schweiz) war einer der bedeutendsten Vertreter des österreichischen Expressionismus sowie Maler, Grafiker, Schriftsteller und Bühnenbildner. Er studierte von 1904 bis 1909 an der Kunstgewerbeschule Wien unter Carl Otto Czeschka und stand früh in Verbindung mit der Wiener Werkstätte sowie dem Architekten Adolf Loos, der ihn entscheidend förderte. Bereits seine frühen Arbeiten sorgten in Wien für Aufsehen und machten ihn zu einer Schlüsselfigur der künstlerischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts.

Seine Arbeiten bewegen sich zwischen expressiver Malerei, Zeichnung, Literatur und Theater. Charakteristisch sind psychologisch intensive Porträts, dynamische Farbigkeit und eine nervös vibrierende Linienführung, mit der Kokoschka innere Zustände und emotionale Spannung sichtbar machte. Neben Porträts und allegorischen Szenen schuf er Landschaften, Stadtansichten sowie expressionistische Theaterstücke wie „Mörder, Hoffnung der Frauen“, das als eines der ersten expressionistischen Dramen gilt. Sein Werk thematisiert Identität, Krieg, Humanismus und die gesellschaftlichen Umbrüche des 20. Jahrhunderts.

Seit den frühen 1900er-Jahren wurden seine Arbeiten international ausgestellt, darunter im Leopold Museum Wien, im Guggenheim Museum Bilbao, in der Neuen Galerie New York, im Kunsthaus Zürich sowie bei zahlreichen Retrospektiven in Europa und den USA. Nach Stationen in Wien, Berlin, Dresden, Prag und London lebte Kokoschka ab den 1950er-Jahren in der Schweiz. Er gilt bis heute als eine der zentralen Persönlichkeiten der europäischen Moderne.
Weitere Informationen unter de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Kokoschka

Kokoschka Oskar †

Der Specht

1971

(nach einem Aquarell des Künstlers) WVZ Wingler/ Welz 510

Lithographie in Farbe auf Velin von Arches

Auflage 600 Exemplare, Prägestempel EuroArt

Darstellung 45,8 x 39 cm, Blatt 65,6 x 48 cm

Auktion: Charity-Kunstauktion zugunsten des Wiener Tierschutzvereins