Jungwirth Martha
Martha Jungwirth (*1940, Wien) ist eine der bedeutendsten österreichischen Künstlerinnen der Gegenwart. Sie studierte von 1956 bis 1963 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei Carl Unger und war später selbst als Lehrende an der Universität für angewandte Kunst tätig. Ende der 1960er-Jahre gehörte sie zur Künstlergruppe „Wirklichkeiten“, die eine neue subjektive und expressive Position innerhalb der österreichischen Malerei entwickelte.
Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit und zeichnen sich durch eine spontane, gestische Bildsprache aus. Charakteristisch sind dynamische Pinselsetzungen, offene Kompositionen und ein intuitiver Umgang mit Farbe, Papier und Leinwand. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind häufig Erinnerungen, Literatur, Musik, Reisen oder Naturbeobachtungen, die in freie, körperlich wirkende Malprozesse übersetzt werden. Ihre Werke verbinden expressive Energie mit großer Sensibilität für Rhythmus, Leere und Verdichtung.
Seit den 1960er-Jahren ist Martha Jungwirth international in bedeutenden Ausstellungen vertreten, darunter die documenta 6 in Kassel, die Kunsthalle Krems, die Albertina Wien, die Kunsthalle Düsseldorf sowie Ausstellungen in New York, London und Zürich. Große Aufmerksamkeit erhielt 2020 ihr Werk „Das trojanische Pferd“ für den Eisernen Vorhang der Wiener Staatsoper. Sie wurde unter anderem mit dem Oskar-Kokoschka-Preis und dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in Wien und im Burgenland.
Weitere Informationen unter Galerie Krinzinger

Jungwirth Martha
O.T.
1969
signiert und datiert Martha Jungwirth 69
Nr. 9/50
Siebdruck in Farbe auf Pergamentpapier
Darstellungsmaß ca. 48 x 42 cm, Blattmaß 64,4x 48,8 cm
Auktion: