Haller Roman †
Roman Haller (*1920, Wien; †2010, Wien) war ein österreichischer Maler, Grafiker und Mosaikkünstler. Nach dem Besuch einer technischen Lehranstalt studierte er von 1945 bis 1947 an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Prägend für seine künstlerische Entwicklung war die Begegnung mit der abstrakten Kunst des Wiener Art Club, dessen Mitglied er ab 1951 war. Neben seiner freien Malerei entwarf Haller Möbel, Textilien und Gebrauchsgrafik. 1966 folgte er Rudolf Hausner als Assistent an die Staatliche Kunsthochschule Hamburg, später war er Professor an der École Montolieu in Montreux.
Seine Arbeiten bewegten sich zwischen abstrakter Malerei, Grafik, Mosaik- und Sgraffitokunst. Charakteristisch waren geometrisch-abstrakte Kompositionen, ornamentale Strukturen und farbintensive Bildräume, die häufig architektonisch gedacht waren. Bekannt wurde Haller insbesondere durch großformatige Mosaike und Sgraffiti im öffentlichen Raum Wiens, in denen sich moderne Abstraktion mit dekorativer Flächengestaltung verband. Seine Werke erzeugen oft eine ruhige, utopisch wirkende Bildatmosphäre zwischen konstruktiver Ordnung und poetischer Abstraktion.
Seit den 1950er-Jahren war Roman Haller in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Bereits 1952 erhielt er bei der Ausstellung „Österreichische Kunst der Gegenwart“ den „Preis der Jury“. Wichtige Präsentationen fanden unter anderem in Wien sowie in internationalen Galerie- und Kunstprojekten statt. Seine Arbeiten im öffentlichen Raum, darunter Mosaike für Wohnhausanlagen und das Theater an der Wien, zählen bis heute zu bedeutenden Beispielen abstrakter Kunst am Bau in Österreich.
Weitere Informationen unter de.wikipedia.org/wiki/Roman_Haller

Haller Roman †
Ereignis Natur
1974
Lithografie auf Papier, Nr. 332/500
50 x 65 cm
Auktion: Charity-Kunstauktion zugunsten des Wiener Tierschutzvereins