Gironcoli Bruno †
Bruno Gironcoli (*1936, Villach/Kärnten; †2010, Wien) zählt zu den bedeutendsten österreichischen Bildhauern und Objektkünstlern der Nachkriegszeit. Nach einer Goldschmiedelehre studierte er von 1957 bis 1962 an der Akademie für angewandte Kunst in Wien. Prägend waren zudem Aufenthalte in Paris, wo er sich intensiv mit Surrealismus und zeitgenössischer Avantgarde auseinandersetzte. Von 1977 bis 2004 leitete Gironcoli die Meisterklasse für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien und prägte mehrere Generationen österreichischer Künstlerinnen und Künstler.
Seine Arbeiten bewegten sich zwischen Skulptur, Installation und architektonisch wirkendem Raumobjekt. Charakteristisch waren monumentale Aluminium- und Polyesterplastiken, in denen organische, technische und symbolische Formen miteinander verschmolzen. Gironcoli entwickelte eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Maschinenästhetik, Ritual, Körperlichkeit und futuristischen Visionen. Seine oft silbrig glänzenden Großplastiken wirkten zugleich faszinierend und verstörend und thematisierten Macht, Erinnerung und gesellschaftliche Strukturen.
Seit den 1960er-Jahren war Bruno Gironcoli international in bedeutenden Ausstellungen vertreten. 1978 repräsentierte er Österreich auf der Biennale von Venedig. Wichtige Einzelausstellungen fanden unter anderem im Museum moderner Kunst Wien, in der Kunsthalle Basel, im Museum Folkwang Essen sowie in der Kunsthalle Krems statt. Umfangreiche Werkpräsentationen waren zudem im Essl Museum und im Gironcoli-Museum im Schloss Herberstein zu sehen.
Weitere Informationen unter de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Gironcoli

Gironcoli Bruno †
O.T.
Siebdruck (sehr selten)
99 x 70 cm
Handsigniert mit Bleistift
Auktion: Charity-Kunstauktion zugunsten des Wiener Tierschutzvereins