Fuchs Ernst †
Ernst Fuchs (*1930, Wien; †9. November 2015, Wien) war ein österreichischer Künstler, dessen künstlerische Praxis in Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Skulptur verankert war. Er studierte ab 1946 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Robin Christian Andersen und Albert Paris Gütersloh.
Seine Arbeiten verbinden traditionelle Maltechniken mit symbolisch aufgeladenen Bildwelten und sind zentral der Wiener Schule des Phantastischen Realismus zuzuordnen, deren Mitbegründer er 1948 war. Charakteristisch ist eine detailreiche, oft altmeisterlich beeinflusste Malweise, in der religiöse, mythologische und existenzielle Themen in komplexen, narrativen Bildzusammenhängen entwickelt werden. Neben der Malerei arbeitete er in zahlreichen Medien, darunter Grafik, Architektur, Bühnenbild und Design. Zu den zentralen Werkzusammenhängen zählt unter anderem die monumentale Darstellung des „Abendmahls“ im Dormitio-Kloster in Jerusalem.
Seit den 1950er-Jahren war er international in Ausstellungen vertreten; sein Werk ist in bedeutenden Sammlungen vertreten und wurde in umfassenden Retrospektiven gezeigt. 1972 erwarb er die Otto-Wagner-Villa in Wien, die er restaurierte und 1988 als Ernst Fuchs Museum eröffnete. Zu den Auszeichnungen zählen unter anderem der Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst (1972), das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2009) sowie internationale Ehrungen wie der französische Ordre des Arts et des Lettres (2000).
Weitere Informationen unter www.ernstfuchsmuseum.at

Fuchs Ernst †
Daphne 1
1968
Nr. 197/290
Kolorierte Radierung auf handgeschöpftem Papier, Originalradierung aus 1968
32 x 15,5 cm / Blatt 55.5x37 cm
Rahmung extra
Auktion: Kunst hilft. Auktion gegen Armut