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Bramer Josef

Josef Bramer (*1948, Wien) ist ein österreichischer Maler. Er absolvierte die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Wien und studierte anschließend an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterklasse von Rudolf Hausner, wo er 1971 den Meisterschulpreis erhielt. Zu seinen Studienkollegen zählten unter anderem Manfred Deix und Gottfried Helnwein.

Seine Arbeiten verbinden gegenständliche Malerei mit einer poetisch-symbolischen Bildsprache. Charakteristisch ist eine fein ausgearbeitete Lasurtechnik mit seidig matter Oberfläche, die Bramer aus dem Studium alter Meister entwickelte. Landschaften, Figurenbilder und allegorische Szenen werden in ruhige, farbintensive Kompositionen überführt, in denen sich Naturbeobachtung, Symbolik und persönliche Bildwelten verdichten.
Im Zentrum seines Werks steht häufig die Figur des „Kaspar“, die als eine Art Alter Ego des Künstlers erscheint. In der Tradition des Hofnarren hält diese Figur dem Betrachter einen Spiegel vor und vermittelt gesellschaftliche und existenzielle Fragestellungen auf subtile Weise. Neben den Landschaften des niederösterreichischen Mostviertels prägen auch Eindrücke seiner zweiten Wahlheimat Korfu seine Bildwelt.

Seit den 1970er-Jahren ist Bramer in zahlreichen Ausstellungsprojekten im In- und Ausland vertreten. Seine Werke wurden in Museums-, Galerie- und Sammlungskontexten präsentiert und regelmäßig im internationalen Kunsthandel geführt.
Zu den Auszeichnungen zählen der Kulturpreis der Stadt Scheibbs (1966), der Professorentitel (2007), das Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich (2013) sowie das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (2022). Er lebt und arbeitet in Niederösterreich.
Weitere Informationen unter www.josefbramer.at

© richardluerzer.at

Bramer Josef

Baum im Winter

1978

Lithografie auf Papier

80 x 60 cm (Blattmaß)

Künstlerexemplar der Auflage von 120 Stück

Signiert, EdA, gerahmt

Auktion: Auktion St. Elisabeth-Stiftung 2025